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MEILENSTEINE DER GESCHICHTE

 

1234

Gründung vom Kloster durch Königin Kunigunde von Böhmen (als Sühnestiftung) – der Grundbesitz wird den Nonnen des Zisterzienserordens geschenkt.

Gründungstag ist der 14. Oktober 1234

um 1237

Eingliederung von unserem Kloster in den Orden der Zisterzienser

1427

Die Hussiten fallen in die Lausitz ein und zerstören die Klostergebäude. Flucht des Konvents nach Görlitz (30 Jahre Exil)

Reformation

(1517-1648)

Die Schwestern verhindern die Umwandlung des Klosters in ein weltliches Damenstift und halten am katholischen Glauben und am Ordensleben fest, wenngleich die Region zum evangelischen Glauben übertritt.

In dieser Zeit müssen drei Äbtissinnen infolge ihres Amtes enthoben werden, da sie das Kloster in ein evangelisches Damenstift umwandeln wollten.

1683

Ein Großbrand zerstört das Kloster vollständig. Der Wiederaufbau der nunmehr barocken Anlage dauert bis 1744 an.

1728

Äbtissin Klara Mühlwenzel lässt auf dem westlich vom Kloster gelegenen Schutzberg einen Kreuzweg errichten.

Die dreizehn Stationen sind axial an einem breiten, sich nach oben verjüngenden Weg auf die Kreuzigungsgruppe auf dem Gipfel hin angeordnet.

weitere Informationen unter: Der Kreuzweg von St. Marienthal   (PDF-Datei)

Säkularisation

ab 1801/1803

Die Schwestern halten am katholischen Glauben und am Ordensleben fest.
Durch den für das Kloster verbrieften und vertraglichen Schutz des sächsischen Königshauses wird es vor der staatlich verordneten Aufhebung bewahrt.

1838

Die Schwestern gründen ein Waisenhaus und eine Schule im Kloster St. Marienthal.

Beide Einrichtungen werden 1938 unter dem Naziregime zwangsweise aufgelöst.

1897

Das bis dahin schwerste Hochwasser in der Geschichte des Klosters vernichtet die gesamte barocke Inneneinrichtung der Klosterkirche.

Daraufhin erhält die Kirche eine völlig neue Innenausstattung, die die barocke Ausrichtung nur noch erahnen lässt.

1901

18 Schwestern aus Marienthal ziehen in das Zisterzienserinnen-Kloster „Porta coeli“ („Himmelspforte“) in Mähren, um es nach der Säkularisation neu zu beleben.

2. Weltkrieg

1939-1945

Die SS annektiert große Teile des Klosters und richtet in den Räumen ein Lager für die Kinder-Land-Verschickung ein.

Von 1942-1945 dient das Kloster zudem als Lazarett, in dem die Ordensschwestern rund 400 verletzte Soldaten pflegen.

Gegen Kriegsende weigert sich die Äbtissin, dem Räumungsbefehl der SS Folge zu leisten. Sie verhindert damit die geplante Sprengung des Klosters.

In den letzten Kriegstagen wird lediglich die Neißebrücke durch die SS vernichtet.

1945

Mit der Festlegung der neuen Grenze zwischen Deutschland und Polen entlang der Oder-Neiße-Linie (laut Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945) verliert das Kloster sein Eigentum jenseits der Neiße und damit ein Drittel seines Gesamtbesitzes.

1949

Kirchliche Land- und Waldeigentümer gründen die kirchliche Landes- und Forstgemeinschaft (KiLaFo) und verhindern so die Landesenteignung durch die Bodenreform des DDR-Regimes.

1952

Der Ministerpräsident der DDR bestätigt dem Kloster St. Marienthal den Status des öffentlichen Rechts aufgrund des ununterbrochenen Bestehens – ein Status, der zuvor vom NS-Regime aberkannt worden war.

1955

Die Schwestern eröffnen das „St.-Josef-Pflegeheim“ für 60 Frauen und Mädchen mit geistiger Behinderung.

1979

Die Caritas gründet (unter Trägerschaft vom Kloster) auf dem Klostergut in Schlegel den „Pater-Kolbe-Hof“.

Das Wohnheim für junge Männer mit geistiger Behinderung wird unter das Patronat des heiligen Maximilian Kolbe gestellt.

1984

Die Schwestern feiern ihr 750-jähriges Bestehen mit 25.000 Pilgern. Unter sozialistischen Verhältnissen und an der Ostgrenze Deutschlands hat diese Feier Signalwirkung.

1980er Jahre

Zweimal wird in aller Heimlichkeit und unter großer Gefahr in Marienthal eine Schwester von „Porta coeli“ zur Äbtissin geweiht.

Trotz der erneuten Aufhebung dieses Klosters und Verfolgung der Kirche zur Zeit des Kommunismus gelingt es den Zisterzienserinnen, das Kloster vor dem Aussterben zu bewahren.

Nach 44 Jahren Leid und Unterdrückung beginnt mit der friedlichen Revolution in Tschechien 1989 das Kloster wieder innerlich und äußerlich zu gedeihen.

1989

Die friedliche Wende in Deutschland stellt den Konvent vor neue Möglichkeiten, aber auch vor neue Herausforderungen und große Veränderungen, denen sich die Schwestern mit großer Offenheit stellen.

1992

Das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) wird gegründet - mit dem Ziel der Versöhnung und Völkerverständigung im Dreiländereck über kulturelle und konfessionelle und Landesgrenzen hinaus.

Das Kloster stiftet dafür die leer stehenden Wirtschaftsgebäude.

1999

Die Frauen aus dem „St.-Josef-Pflegeheim“ ziehen in den „Pater-Kolbe-Hof“ in Schlegel um, für den die Schwestern die Trägerschaft einige Jahre zuvor übernommen hatten.

2008

Mit dem 14. Oktober - dem Gründungstag vom Kloster St. Marienthal - beginnt das Jubiläumsjahr “775 Jahre Kloster St. Marienthal” mit entsprechenden Festfeiern und Veranstaltungen.

Informationen unter: “775 Jahre Kloster St. Marienthal”

2010

Am Wochenende des 7. und 8. Augusts erlebt das Kloster sein schlimmstes Hochwasser:

Die gesamte Anlage wird geflutet, Schäden in Millionenhöhe entstehen, die Beseitigung dieser Schäden dauert bis heute an.

2014

Unsere Klosterkirche wurde nach umfangreicher und intensiver Sanierung am 12.10.2014 mit Fest-Hochamt und Altarweihe wiedereingeweiht.

22.02.2016

Wahl der 56. Äbtissin von unserem Kloster St. Marienthal

Am Montag, den 22. Februar 2016, hat der aus 15 Schwestern bestehende Konvent die bisherige Priorin, Sr. M. Elisabeth Vaterodt OCist (60), zur Nachfolgerin von Äbtissin Sr. M. Regina Wollmann OCist (75) gewählt.

Am Samstag, den 21.05.2016 folgte die Benediktion / Äbtissinnenweihe unserer neuen Äbtissin in unserer Klosterkirche.

aktuell

Die Arbeiten (Sanierung, Instandsetzung, Werterhaltung...) in unserer Kreuz- und Michaeliskapelle dauern an - ebenso, wie die Erweiterung von unserem Hochwasserschutz.

 

Ad multos annos !          Auf viele Jahre !

„Rufe nur mit Andacht zu Maria, sie wird deine Not nicht unbeachtet lassen, da sie barmherzig, ja die Mutter der Barmherzigkeit ist.“

Bernhard von Clairvaux